Bankrollmanagement

Planung ist sehr wichtig beim Pokern und das Wort des Bankrolls ist sehr stark mit diesem Konzept verknüpft. So sollte man sich als gewissenhafter Spieler stets eine Summe festlegen mit der man spielen kann. Vor allem als Anfänger sollte dieser Betrag eher gering ausfallen, damit der Verlust einem nicht zu schaffen machen kann. Als Faustregel sollte man festhalten, dass man pro Einsatz ca. 2-5% des Bankrolls nutzen kann, aber in keinem Fall mehr. Damit soll die Chance erhalten bleiben genug Spielpraxis zu sammeln und auch eine Vielzahl von unterschiedlichen Formaten auszuprobieren. Jeder Spieler legt dabei seinen eigenen Bankroll fest und es liegt an jedem selbst dieses Budget nicht zu überschreiten.

Disziplin

Kein noch so durchdachtes Konzept kann Früchte tragen, wenn man sich als Spieler nicht an seine eigenen Regeln hält. So sollte man niemals seine Emotionen mit an den Tisch bringen und dadurch seinen Bankroll überreizen oder gar falsch nutzen. Viele unerfahrene Spieler setzen schnell hohe Einsätze, nur um dann festzustellen, dass ihr gesamter Bankroll in kurzer Zeit verlorengeht. Viel Schlimmer noch, entscheiden sich dann viele Spieler ihre Verluste wieder hereinzuholen und dabei verursachen Sie dann noch weitaus höhere Verluste. Selbstdisziplin ist damit einer der wichtigsten Punkte. Dazu gehört allerdings auch die richtige Atmosphäre für das Spielen zu schaffen. Unnötige Ablenkungen wie Mails, Messenger und andere Programme sollten stets geschlossen bleiben, wenn man Poker spielt. Die gesamte Aufmerksamkeit sollte sich auf die jeweilige Hand konzentrieren und natürlich auf die Züge der Gegner am Tisch.

Verschiedene Modi

Nachdem man sein Bankroll festgelegt hat, ergeben sich auch die Einsätze mit denen man hantieren darf. Hier sollte man als Faustregel im Kopf behalten mindestens 30 Buy Ins zu haben. Dabei kann dieser Einsatz zwischen Cash Games und regulären Turnieren sehr variieren. Wichtig ist egal welche Spielart und welches Format man vorzieht, man immer im Auge behält wie es um den Bankroll bemessen ist. Selbst erfahrene Spieler werden nicht immer in die Preisränge kommen und je größer das Feld ausfällt bei einem Turnier, desto unwahrscheinlicher ist es auch Gewinne zu erspielen. Cash Games sind deshalb anders zu bewerten, da es jederzeit möglich ist vom Tisch aufzustehen.

Tracking

Einer der mit Abstand wichtigsten Aspekte bei einem Bankroll ist das so genannte Tracking. Buch darüber zu führen wann man welche Einsätze gespielt hat und welche Gewinne man erhalten hat ist extrem wichtig für jeden Spieler. Vor allem, wenn Du Dein Pokerspiel verbessern willst, so wirst Du viel Zeit in der Nachbereitung und Analyse zubringen müssen. Aus diesen Statistiken kannst Du Trends ersehen und beispielsweise zukünftigen Verlusten entgegenwirken. Wenn man sehr viel Poker spielt, dann ist die Übersicht über die gespielten Einsätze schnell verloren und die Sicht kann sehr verschwommen sein. Für diesen Aspekt von Poker gibt es bereits eine Vielzahl von Tools, die zum größten Teil auch frei zum Download zur Verfügung stehen. Wenn Du Dir selbst also einen gesunden Bankroll setzt und dabei auch stets Deiner Linie treu bleibst, so wirst Du sehr viel Freude an diesem Spiel haben.